Extreme-Freestyle-Outdoor-Korving

•Juni 23, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Es gibt ja ne Menge neuer Sportarten die IN sind und wohl in den nächsten Jahren zur olympischen Disziplin werden.

Natürlich gehören wir auch zu den den gnadenlos sportlichen Typen, die keine Chance auslassen den Körper zu stählen, und darum haben wir uns, zusammen mit Sportfreunden,  abends aufgemacht um dem Extreme-Freestyle-Outdoor-Korving zu fröhnen.

Unser Weg führte uns zuerst mit einem modifizierten Expeditionsbuggy, der nach zahlreichen Umbauten endlich einsatzbereit war, auf den Vedjeönberget, eine alpine Herausforderung für sich, die nicht jeder so einfach annimmt.

Die Umbauarbeiteiten am Buggy erstreckten sich im übrigen vom Anbringen eines 10 Liter Wasserkanisters, über das Festschnallen faltbarer Campingstühle, bis hin zum Reinstellen einer gut gefüllten Kühlbox. Man sieht, hier wurden schon keine Mühen gescheut um mit bestem Material die Herausforderung anzugehen.

Expeditionsbuggy

Hier der Buggy kurz vor der Abfahrt

Am Fuße des Vedjöenbergets angekommen, wurde sofort die harte und kräftezehrende Auffahrt in Angriff genommen. Kein leichtes Unterfangen, handelt es sich doch dabei um 400m ungeteerte Schotterpiste, ohne Randmarkierungen und öffentliche Toiletten unterwegs.

Dank unserer guten Vorbereitungen hatten wir keine Schwierigkeiten unser Etappenziel zu erreichen.

PART 2 …… Das Extreme-Freestyle-Outdoor-Korving

„Korv“ bezeichnet im schwedischen Sprachgebrauch ein Stück Naturdarm, das mit Gewürzen, Salz und kleingehäckselten Tieren gefüllt ist. Kurz …  ne Wurst.

Beim Extreme-Freestyle-Outdoor-Korving handelt es sich um eine extrem gefährliche und aufwändige Sportart. Sagt ja der Name schon.

Outdoor= man ist draussen

Zuerst muss eine geeignete Stelle gefunden werden, dann wird mittels modernster Baumfälltechnik (wegtreten und abbrechen der kleinen trockenen Äste) und einem Universalsurvivalwerkzeug (manche nennen es Einwegfeuerzeug) ein kleines Lagerfeuer entfacht.

Die mitgebrachten Campingklappstühle werden millimetergenau ungefähr irgendwo plaziert wo kein Rauch hinkommt. (klappt eh nie)

Unerlässlich für das Freestyle-Korving sind selbstgeschnittene Äste um das „Sportgerät Korv“ ins Feuer halten zu können. Meistens werden die Äste zu dünn oder zu kurz gewählt = extreme. Auch hier zahlt sich Erfahrung aus.

Nachdem sich der Sportler nun in die Sitze gefläzt hat, wird vorbereitend noch die mitgebrachte Flasche Bier mittels dem Universalsurvivalwerkzeug geöffnet. Nichtraucher und Anfänger geben an diesem Punkt meistens bereits auf.

Im folgenden freestyle-korving Teil, werden die Würste jetzt ins Feuer oder an die Glut gehalten. Wahlweise kann auch ein heißer Stein genutzt werden. kann jeder machen wie er/sie will …. darum heißt es ja freestyle.

Bis hierher isses noch einfach …. aber ab der 3. Korv zeigt sich dann der wahre Meister.

Was schreib ich eigentlich fürn Blödsinn?

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Keine Angst vor Bären

•Juni 22, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Nach unserem Umzug nach Schweden, leben wir ja jetzt in einem kleinen roten Häuschen, mitten im Wald, umgeben von Wald, mit jeder Menge Wald vor und hinter dem Haus, noch n bischen Wald rechts und links und natürlich noch etwas Wald zwischen den Nachbarn und uns.

Sehr feine Sache ….. ich mag ja Wald. Bären mögen Wald auch und schon haben wir einen kleinen Interessenkonflikt. Mein Wald dein Wald? Mein Tanzbereich, dein Tanzbereich?

Naja, auf jeden Fall gibt es in unserer Gegend die größte Bärenpopulation Europas und die höchste Braunbärendichte weltweit. Da leben die Jungs in Alaska schon fast Bärenfrei.

Nun macht man sich natürlich Gedanken. Was frisst so ein Bär? Was macht er wenn wir uns begegnen? Mögen Bären deutsches Gammelfleisch? (man ist ja nimmer der Jüngste)

Geschürt wird die Unsicherheit auch noch von guten Ratschlägen von Bekannten, Freunden und Verwandten. „Lass dich nicht vom Bären fressen“ – „Na is doch n Bärenwetter heute“ – „Wie? Du lebst noch?“ etc. Klasse Sache sowas …..

Meine Schwiegermutter ist ja felsenfest davon überzeugt dass sie vom Bären gefressen wird sobald sie uns besuchen kommt. Wahrscheinlich schon direkt am Flugplatz wenn sie den ersten Schritt aus dem Flugzeug macht ….. Tür auf, Kopf ausm Flieger gesteckt, „Ah Schweden“ HAPPS … Kopp weg … is ja gefährlich da wo wir jetzt wohnen.

Also hab ich mal recherchiert. In den letzten 10 Jahren wurden 2 Personen von Bären angefallen ….. Jäger, die meistens stundenlang ruhig auf den Elch warten um ihm eine überzubraten, und dann stolpert der Bär zufällig über den gut getarnten und ruhigen Jäger, erschrickt und braucht erstmal nen Beruhigungsimbiss. Jägerschnitzel oder sowas. Es soll auch jemand 1948 auf Bärenkacke ausgerutscht sein und sich das Knie fürchterlich aufgeschürft haben. Aber das sind Gerüchte die mir bisher niemand bestätigen konnte.

Alte pilzesammelnde Mütterchen oder spielende Kinder werden nie angefallen ….. Kinder sind zu laut, das mögen Bären nicht und alte Mütterchen sind wahrscheinlich zu ….. ach keine Ahnung. Wahrscheinlich auch zu laut wenn sie keifend durch den Wald streunen und die Eichhörnchen anmeckern dass sie gefälligst ihre Nüsse aufräumen sollen.

Es werden allerdings in Schweden so ziemlich viele Leute vom Bus angefahren. Also mehr als von Bären gefressen werden. Sogar Jäger, aber eher selten wennse im Wald dem Elch auflauern um ihn zu snipern. Busse sind gefährlicher als Bären!!! Viel Gefährlicher.

Irgendwie fühl ich mich beruhigt wenn ich jetzt durch n Wald schleiche …… so nen Bus hört man ja kommen, obwohl hier von hinterhältigen Elektrobussen gemunkelt wird ……